Drei Konzerte zum Museumstag im Robert-Schumann-Haus:
Zupfmusik mit Dortmundern und "der sächsische Schumann"

Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, dem 16. Mai, der in diesem Jahr unter dem Motto „Museums for social harmony“ steht, ist das Zwickauer Robert-Schumann-Haus am Hauptmarkt 5 einerseits als Musikermuseum in einer besonderen Verpflichtung, Brückenschläge zwischen musikalischer und gesellschaftlicher Harmonie zu bieten, andererseits natürlich auch dem Schumann-Jahr 2010 Rechnung zu tragen. Wie im vorigen Jahr nimmt das Robert-Schumann-Haus auch in diesem Jahr wieder an der gemeinsamen Aktion des Landkreises Zwickau teil. Das Museum ist an diesem Tag von 10 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Es gibt eine Sondereintrittskarte zum Preis von 5 Euro (für Kinder, Schüler und Studenten: Eintritt frei), die gleichzeitig Konzertkarte ist und zum Besuch aller weiteren 38 am Aktionstag teilnehmenden Museen in der Stadt Zwickau und dem Landkreis berechtigt.

Gleich drei Konzerte gibt es zu erleben, die Besetzungen reichen vom Duo über Quintett bis zum vollen Zupforchester. Um 11 Uhr gibt es ein gemeinsames Konzert des Mandolinen- und Gitarrenorchester aus der Zwickauer Partnerstadt Dortmund unter Leitung von Anne Wolf mit dem Zupforchester des Robert-Schumann-Konservatoriums der Stadt Zwickau unter der Leitung von Annette Schneider. Als gemeinsames Projekt entstand speziell für dieses Konzert die Komposition „Bewegungen - Variationen über das Nordische Lied aus Schumanns Jugendalbum“, komponiert von Annette Schneider (Zwickau) und Peter Siekmann (Dortmund). Außerdem erklingen Werke von Torsten Kohlschein, Erhard Fietz, Jürgen Golle, Fred Witt sowie Musik aus Renaissance und Barock. Das Duo AVEC A (Anne Wolf und Annette Schneider) bringt Vokal-Kammermusik auf Mandolinen und Kantele zu Gehör.

„Der sächsische Schumann“ steht in zwei einstündigen Konzerten um 15 und 16.30 Uhr im Mittelpunkt. Hierbei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt des Robert-Schumann-Haus Zwickau mit den Musikhochschulen in Leipzig und Dresden. Internationale Studierende der Hochschulen für Musik Dresden und Leipzig präsentieren Lieder, Klavier- und Kammermusik aus der Leipziger und Dresdner Schaffenszeit.

Das erste Konzert beginnt mit den beschwingten Ballszenen op. 109 für Klavier zu vier Händen. Im Zentrum stehen die selten zu hörenden sechs Gesänge op. 89, zum Schluss folgen die Märchenbilder op. 113 für Viola und Klavier und das Adagio und Allegro für Horn und Klavier op. 70.

Das zweite Konzert bietet den von Robert und Clara Schumann gemeinschaftlich komponierten Liederzyklus aus Rückerts Liebesfrühling sowie die Gesänge nach Hans Christian Andersen op. 40. Den Abschluss bildet das Andante mit Variationen op. 46 in der aufwendigen Originalbesetzung mit zwei Klavieren, zwei Violoncelli und Horn.

Es wirken mit: Almut Kaven, Bo Kyoung Kim, Riaan Bolt, Johanna Zmeck, Tatiana Neufeld, Aska Carmen Saito Jaen, Ha Sun Choi, Katarina Burdjuk und Maria Horenko (Klavier), Katrin Starick (Sopran), Cornelia Kieschnik (Mezzosopran), Stephan Scherpe (Tenor), Philipp Kaven (Bariton), Jekaterina Zubkova (Viola), Nico Treutler und Guido Scharmer (Violoncello) und Benedikt Euler (Horn).