Freiberg nimmt an europäischem Erfahrungsaustausch teil
Unterzeichnung der Absichtserklärung im April in Freiberg

Welche Maßnahmen können dazu beitragen, historische Stadtkerne nachhaltig zu stärken? Wie können sie als Orte des Wohnens, des Arbeitens, der Erholung und Kultur unter besonderer Maßgabe von Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz in ihrer Attraktivität gesteigert werden? Diese Fragen sollen - unter dem Projekttitel LINKS - Gegenstand eines Erfahrungsaustausches von bis zu zwölf europäischen Kommunen werden, zu denen auch die Universitätsstadt Freiberg und ihre Partnerstadt Delft gehören werden.

Ende Februar fand zur Vorbereitung dieses Wissensaustausches ein Arbeitstreffen kommunaler Vertreter im französischen Bayonne statt, das für das Gesamtprojekt LINKS federführende Kommune ist. Parken im historischen Stadtzentrum oder die Gestaltung von Fußgängerzonen waren dabei nur zwei von zahlreichen Fragestellungen der Innenstadtentwicklung, welche während der Zusammenkunft als Gemeinsamkeit entdeckt wurden. Bei der nachhaltigen Lösung dieser Probleme könnten die teilnehmenden Städte im Rahmen des LINKS-Netzwerkes zukünftig voneinander lernen und profitieren.

Als Tagungsort sei Bayonne ideal gewesen, berichtet Bürgermeister Sven Krüger nach seiner Rückkehr vom Arbeitstreffen, bei dem er die Stadt Freiberg vertreten hatte. „Bayonne hat eine ähnliche, abgeschlossene Altstadt wie Freiberg, mit ebenfalles einem prägenden Dom.“ Er zeigt sich zuversichtlich für das gemeinsame Vorhaben: „Sofern das Projekt von der EU bestätigt wird, versprechen wir uns gemeinsame Lösungen, die die Entwicklung unserer historischen Altstädte nachhaltig befördern können.“

Im LINKS-Projekt wird zu vier thematischen Schwerpunkten gearbeitet. Die Universitätsstadt Freiberg wird aufgrund der hier gemachten Erfahrungen den Erfahrungsaustausch zu „Leben in der Historischen Altstadt“ bearbeiten und steuern. Mitte April haben sich der URBACT-Fachexperte Raphael Souchier und die Partner aus Bayonne in Freiberg angekündigt. Dann soll auch eine Absichtserklärung zur Teilnahme an dem Programm durch Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm unterschrieben werden.

LINKS ist eines von über 44 Projekten, die im Rahmen von URBACT durch die Europäische Union gefördert werden. URBACT dient der Netzwerkbildung, dem Austausch von Erfahrungen und Know-how sowie zur Sammlung, Auswertung und Aufbereitung von innovativen Lösungsansätzen in allen Bereichen städtischer Entwicklungspolitik.

Bereits im Januar war der Grundstein für Freibergs Mitwirkung bei LINKS gelegt worden: Eine Delegation aus Freibergs niederländischer Partnerstadt Delft waren zu einem Arbeitsgespräch nach Sachsen gekommen. Dabei war u. a. ein Thema das zu bildende Netzwerk europäischer Städte für die Steigerung der Attraktivität historischer Stadtkerne. Delft ist Mitinitiator des LINKS-Projektes.

Teilnehmer der Arbeitsgespräche:

  • Veria, Portugal
  • Kilkenny, Irland
  • Delft, Niederlande
  • Almeria, Spanien
  • Evora, Griechenland
  • Brasov, Rumänien
  • Formigine, Italien
  • Anderlecht, Belgien
  • Freiberg, Deutschland