Göschenhaus

Seume-Gedenkstätte
Ehemaliges Sommerhaus des Verlegers Georg Joachim Göschen (1752-1828) und seiner Familie.
Schillerstraße 25, 04668 Grimma
Tel.: 03437/ 91 11 18
www.goeschenhaus.de
Ansprechpartnerin: Annett Höhne

Öffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag, Sonnabend und Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr
(ansonsten jederzeit nach Vereinbarung)
Stündlich Führungen durch Landhaus und Garten, Gruppen nur nach Voranmeldung.

Neue Ausstellung mit Adventskalendern

Die Sonderausstellung des Göschenhauses „Friedrich Schiller. Aus der Schillersammlung des Göschenhauses“ ist nur noch bis 22. November geöffnet. Anschließend wird die Weihnachtsausstellung aufgebaut, die ab 01. Dezember zu sehen ist. Zu bestaunen sind dann im festlich geschmückten Kaminzimmer zahlreiche, ganz unterschiedliche Adventskalender. Interessenten erfahren auch viel Wissenswertes aus der Geschichte der Kalender, welche – vor allem für Kinder - die Wartezeit auf das Fest verkürzen sollten.

Die kleine Ausstellung ist Teil der umfangreichen Sammlung „100 Adventskalender aus 100 Jahren“  des Steinarbeiterhauses Hohburg. Wir danken Museumsleiter Matthias Müller für die angenehme Zusammenarbeit.

Adventskonzerte im Kaminzimmer

Der Reigen der diesjährigen Adventskonzerte im Kaminzimmer des Göschenhauses wird am Sonnabend, 28. November, 15.00 Uhr unter dem Titel „Vorweihnachtliche Kaminstunde“ von Martin Petzold (Tenor) und Martin Hoepfner (Gitarre), eröffnet. Neben Weihnachts- und Volksliedern werden auch ein weihnachtliches Märchen und Gitarrenmusik am Kamin zu Gehör gebracht.

Am Sonnabend, 05. Dezember, 15.00 Uhr stimmen Anna Piontkowsky (Sopran), Tanja Höft (Mezzosopran und Lesung) und Natalia Petrowski (Klavier), die Gäste mit ihrem Konzert „Weihnachtsgeflüster“ auf die schönste Zeit des Jahres ein. Dem schließt sich am Sonnabend, 12. Dezember, 15.00 Uhr die Familie Just mit ihrem Konzert „Weihnachten in Familie“ an. An diesem Nachmittag wird auch wieder das Spinett des Göschenhauses erklingen.

Karten für die Adventskonzerte sind nur im Museum erhältlich.

Traditionelle Plätzchenbäckerei und Weihnachtsfeiern

Wie in jedem Jahr sind in der Vorweihnachtszeit zahlreiche Kindergruppen zur Führung durch das Göschenhaus und zur traditionellen Plätzchenbäckerei zu Gast. Seit einigen Wochen sind dafür bereits alle Termine an den Vormittagen vergeben. Nur an einigen Nachmittagen im Dezember besteht noch die Möglichkeit, sich im Göschenhaus anzumelden. Interessenten dafür sollten sich rasch telefonisch einen Termin sichern.

Hofweihnacht auf Göschens Gut

Unter dem Motto „Des Hauses Ehre ist Gastfreundlichkeit“ kann man sich auch in diesem Jahr am 1. Advent auf Göschens ehemaligem Pferdnergut Nr. 19 auf die schönste Zeit des Jahres einstimmen. Ab 14.00 Uhr laden der Gasthof „Zum Göschen“ und das Göschenhaus zu besinnlichen Stunden ein. Der weihnachtlich geschmückte Innenhof bietet dann wieder den passenden Rahmen, um Freunde zu treffen, heiße und kalte Getränke, süße und deftige Speisen zu genießen. Außerdem kann man an verschiedenen Ständen noch so manche Kleinigkeit für die bevorstehende Adventszeit oder das Fest erwerben.

Übrigens auch zur Hofweihnacht bieten die Mitarbeiter des Göschenhauses Lichter, Traubengelee und „Göschenwein“ an. Gelee und Wein stammen aus den Früchten des hauseigenen Weinbergs.

Der gesamte Erlös kommt auch weiterhin der Restaurierung des „Pavillons der Freundschaft“ im Göschengarten zu gute.

SEUME-HAUS

Ehemalige Göschendruckerei
Begegnungsstätte lebendiger Tradition.
Internationaler Johann-Gottfried-Seume-Verein „ARETHUSA“ e.V.
Markt 11, 04668 Grimma
Tel.: 03437/ 70 21 71

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 13.00 – 17.00 Uhr
Werkstattprojekte für Kinder und Jugendliche nach Vorabsprache,
Führungen (auch außerhalb der Öffnungszeiten) nach Vereinbarung.

Verleihung des 5. Seume-Literaturpreises

Der Seume-Literaturpreis 2009 geht an Helga M. Novak für ihre Gedichtsammlung „wo ich jetzt bin“. Die Juroren [Prof. Dr. Peter Winterhoff-Spurk (Saarbrücken/Leipzig), Dr. Thomas Frantzke (Leipzig) und Andreas Reimann (Leipzig)] haben sich einstimmig für das Werk von Helga M. Novak entschieden. So erhält den Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis erstmals eine Frau.

Die 1935 in Berlin geborene Schriftstellerin gilt immer noch als die große Unbekannte in der deutschen Literatur. Ihr Leben und Werk verdienen es aber, aufs Neue entdeckt zu werden. Helga M. Novak wurde als Journalistin in Leipzig ausgebildet, später studierte sie am berühmten Leipziger Literaturinstitut. Doch regimekritische Flugblätter führten zu ihrer Ausbürgerung aus der DDR. Helga M. Novak lebt heute in einem kleinen polnischen Dorf und besitzt die isländische Staatsbürgerschaft.

Neben Reportagen, Prosatexten und zwei autobiographischen Romanen fand Helga M. Novak in der Lyrik ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Ton. Ihre Lyrik ist geprägt von klarer und eindringlicher Sprache, ohne zu beschönigen. Es sind Gedichte, die soziale und politische Zeitumstände mit der eigenen Erfahrung kombinieren, jüngst mehr und mehr auch Naturlyrik, geprägt von der märkischen Kindheit.

In einer Rezension zu „wo ich jetzt bin“ heißt es: „Lakonische Wahrhaftigkeit und die gelebte weibliche Autonomie machen diese Poesie aus vier Jahrzehnten so lebendig und lesenswert“ (Der Tagesspiegel). Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass, nennt Helga M. Novak „Eine bedeutende deutsche Lyrikerin“.

Der vom Internationalen Johann-Gottfried-Seume-Verein „ARETHUSA“ e.V. vergebene und von der Sparkasse Muldental gestiftete Preis in Höhe von 3.000 Euro wird am 05. Dezember, 19.00 Uhr, in einer öffentlichen Festveranstaltung im Rathaussaal, Markt 27 verliehen. Die Laudatio wird der Preisträger von 2007, Andreas Reimann, halten.

Rückblick auf den diesjährigen Martinimarkt in der Klosterkirche

Der 5. Martinimarkt lockte am Wochenende vom 7. und 8. November zahlreiche Gäste aus Nah und Fern in die Klosterkirche. Sie alle waren angetan vom besonderen Ambiente und den Offerten dieses Kunsthandwerkermarktes am historischen Ort.

Nach einem Rundgang durch die Kirche, angeregten Gesprächen mit den Kunsthandwerkern, etwas Musik (dargeboten z.B. von Schülern, der Fiddle Folk Family und Spielmann Nikolaus) und einer Stärkung mit Speis und Trank konnten Besucher sich an zahlreichen Ständen selbst ausprobieren. So standen das Gestalten von Martinslaternen aus Naturmaterialien, das Schnitzen mit Holz und Speckstein, das Bedrucken von Stoff, das Vergolden von Ginkgoblättern, Kalligrafie zum Mitmachen und das Staunen beim Flügelträumer, beim Zinngießen, Klöppeln und Spinnen hoch im Kurs.

Die Mitarbeiter von „ARETHUSA“ e.V. und Göschenhaus, die bereits zum 2. Mal federführend bei der Vorbereitung und Durchführung des Martinimarktes waren, möchten sich besonders bedanken bei:

Patrick Schöler und Marcel Stober von der Firma „new generation events“ aus Grimma, die wieder einmal ein ganz besonders warmes Licht in die Klosterkirche zauberten.

Außerdem ein herzliches Dankeschön an Georg Dornig und Frau für den stimmungsvollen Auftakt des Martinimarktes am Sonntag. Sie zogen mit ihrer Drehleier von Stand zu Stand und sorgten so für gute Laune bei Gästen und Kunsthandwerkern.