Am Donnerstag, dem 19. November um 18.00 Uhr setzt Oberbürgermeister Matthias Berger gemeinsam mit den Hohnstädter Feuerwehrkameraden den ersten Grundstein für den Neubau der „Feuerwehr Hohnstädt“ in der Wasserturmstraße.

Das neue Feuerwehrgerätehaus umfasst eine Gesamtnutzfläche von 250 Quadratmetern. Knapp die Hälfte des eingeschossigen Gebäudes nimmt die großzügige Fahrzeughalle mit Werkstatt und Lager ein. „Die bauliche Substanz des alten Gerätehauses und die Außenlagen entsprachen weder in Ausstattung noch in ihrer Größe den geforderten gesetzlichen Bedingungen.“ so Hochbauamtsleiterin Ute Hedtke. „Jetzt können sich die Kameradinnen und Kameraden auf ein sicherheitstechnisch, hygienisch und bautechnisch modernes Gerätehaus freuen.“ Ein heller Schulungsraum von vierzig Quadratmetern Größe, ein Büro für den Wehrleiter, eine kleine Küche sowie geschlechtergetrennte Umkleiden mit Duschen und Toiletten finden im Neubau Platz. Die Planung übernahm das Architekturbüro BMB GmbH Bauplanung & Büroüberwachung – Kettner-Haus aus Grimma.

„Uns war es wichtig, dass die Stadt Grimma auch im nördlichen Stadtteil ein Zeichen setzt“, sagte Oberbürgermeister Matthias Berger. „Neben der Vielzahl an umfangreichen Bauaktivitäten die in Hohnstädt gerade realisiert werden, sind der Feuerwehrneubau und die Anschaffung des neuen Löschfahrzeuges ein Dankeschön für das treue Engagement zum Wohle der Stadt. Der Neubau soll allerdings auch die Verpflichtung, die Motivation und den Zusammenhalt der Hohnstädter Wehr beflügeln“, so das Stadtoberhaupt weiter.

Für 830.000 Euro entsteht auf dem ehemaligen Gelände der KOWA Handelsgenossenschaft Döbeln eG der Feuerwehrneubau. Im März des Jahres beschloss der Stadtrat den Kauf des Grundstückes in der Wasserturmstraße für 40.000 Euro von der Handelsgenossenschaft. Die ehemalige Verkaufseinrichtung und die marode Feuerwehrhalle wurden abgerissen. „Derzeit werden die Erschließungsarbeiten realisiert und der Rohbau hat begonnen. Die Aufträge für die Gewerke Zimmerer, Wärmedämmfassade, Heizung, Lüftung, Sanitär und Tischler sind bereits ausgelöst. Bei günstigen Witterungsbedingungen, kann das Feuerwehrgerätehaus im Juni 2010 den Kameradinnen und Kameraden übergeben werden“, so Ute Hedtke.

Finanziert wird das Gerätehaus aus Mitteln der Infrastrukturförderung „Konjunkturpaket II“ in Höhe von 650.000 Euro. Der Eigenanteil der Kommune liegt bei 180.000 Euro.

Die Hohnstädter Ortswehr

Die erste Erwähnung der Wehr geht auf das Jahr 1897 zurück. Damals als Pflichtfeuerwehr für die Gemeinden Burgberg, Böhlen und Hohnstädt. Vor 60 Jahren gründete sich die Freiwillige Feuerwehr in einem Nebengelass des Wasserturmes. Dank Eigeninitiative konnte 1959 das Vorgängergerätehaus eingeweiht werden. Derzeit zählt der Zug 25 aktive Mitglieder und ein Löschfahrzeug mit der Typbeschreibung 8 Robur aus dem Jahr 1976. In den kommenden Monaten soll eigens für die Hohnstädter Feuerwehr ein neues Löschfahrzeug gebaut werden.