Eröffnung der Wanderausstellung „Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“ im Migrationszentrum Zwickau im Integra, Verein Wir – Gemeinsam in Zwickau e.V.

Seit 1950 haben sich fast 4,5 Mio. Aussiedler, davon rund 2,5 Mio. aus der ehemaligen Sowjetunion, mehrheitlich gut in Deutschland eingegliedert. Nach § 7 des Bundesvertriebenengesetzes ist den Spätaussiedlern die Eingliederung in das berufliche, kulturelle und soziale Leben in der Bundesrepublik Deutschland zu erleichtern. Hierbei handelt es sich um eine gesamtstaatliche Aufgabe, an der Bund, Länder und Gemeinden mitwirken. Die Mehrheit der russlanddeutschen Aussiedlerfamilien aus der ehemaligen UdSSR, vor allem aus Russland und Kasachstan, hat sich in Zwickau gut eingelebt. Schicksale dieser Menschen und ihre Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft stehen vom 30. September bis 14. Oktober 2009 im Mittelpunkt der Wanderausstellung „Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“ im Migrationszentrum Zwickau im Integra.

Mit einem Nachmittag der Begegnung will die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V., Stuttgart, in Zusammenarbeit mit der Stadt Zwickau am Mittwoch, 30. September 2009 um 15 Uhr im Migrationszentrum Zwickau im Integra, Wostokweg 7, die alteingesessene Bevölkerung und Öffentlichkeit ansprechen. Die Grußworte sprechen: Dr. Pia Findeiß, Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Susanne Freifrau Karg v. Bebenburg-Jungblut, Regionalkoordinatorin des BAMF, Monika Zenner, Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte der Stadt Zwickau, Ludmila Günther, Vorsitzende des Vereins Wir – Gemeinsam in Zwickau e.V.

Die Projektleiter Jakob Fischer und Josef Schleicher informieren über die meist verbreiteten Vorurteile im Aussiedlerbereich sowie über die Geschichte und Kultur der Deutschen in Russland und Integration der Russlanddeutschen in Deutschland.

Am Kulturprogramm wirken Musik- und Gesangsgruppen aus Zwickau mit.

Die Ausstellung wird von der Landmannschaft der Deutschen aus Russland e.V., Stuttgart, bundesweit präsentiert und vom Bundesministerium des Innern, Berlin, sowie vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Nürnberg, gefördert.