Am 23. September: Beratungstag der Stasi-Unterlagen-Behörde und Eröffnung einer Wanderausstellung

„Die Botschaftsflüchtlinge auf ihrer Fahrt von Prag nach Hof“ heißt die Wanderausstellung der Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU), Außenstelle Dresden, die am 23. September, 16.30 Uhr im Foyer des Freiberger Rathauses eröffnet wird.

15 Ausstellungstafeln werden an die Ereignisse im September 1989 erinnern, als DDR-Bürger die bundesdeutschen Botschaften in Warschau, Prag sowie die Ständige Vertretung in Ost-Berlin besetzten. Sie versuchten ihre Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland zu erzwingen. Die Ausstellung dokumentiert die Fahrt der Botschaftsflüchtlinge mit all ihren Stationen und zeigt die politische Situation im Herbst 1989 in der DDR und den bundesdeutschen Botschaften, speziell in Prag.

Zugleich lädt die Stasi-Unterlagen-Behörde an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr im Freiberger Rathaus, Zimmer 104 zu einem Beratungstag „Vor Ort“ ein. Beschäftigte der Außenstelle Dresden der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen beraten Bürgerinnen und Bürger, die sich für ihre Stasi-Unterlagen interessieren. Die BStU nimmt Anträge auf Auskunft, Akteneinsicht bzw. Herausgabe von Kopien aus Unterlagen der Staatssicherheit entgegen. Bei Vorlage des Personalausweises wird die Identität sofort bestätigt, womit der Weg zur Meldebehörde erspart wird.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantworten Fragen rund um die persönliche Akteneinsicht und die Nutzung der Stasi-Unterlagen. Häufig gestellte Fragen sind:

  • Wie stelle ich einen Antrag?
  • Wo kann ich mich beraten lassen?
  • Kann ich mich mit jemanden über die Akteninhalte austauschen?
  • Erfahre ich die Klarnamen der inoffiziellen Mitarbeiter (IM)?
  • Kann ich die Akten von verstorbenen Verwandten einsehen?
  • Sind schon alle Akten erschlossen? Lohnt es sich, einen neuen Antrag zu stellen?

Nach der Antragstellung erhält jeder innerhalb von acht bis zwölf Wochen die erste Nachricht, ob Hinweise auf Unterlagen gefunden wurden.

Die Ausstellung „Die Botschaftsflüchtlinge auf ihrer Fahrt von Prag nach Hof“ ist im Rathaus bis 30. September, jeweils zu den Öffnungszeiten der Verwaltung, zu sehen.

Am 1. Oktober, wenn der „Zug der Freiheit“ von Prag nach Hof – in dem auch Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm mitreist - auch in Freiberg Station machen wird, ist die Exposition zudem auf dem Freiberger Bahnhof erlebbar.

Die Außenstellen der BStU bieten Führungen, Veranstaltungen sowie weitere Ausstellungen an. Weitere Informationen dazu unter www.bstu.de