Modernes Wohnen in der historischen Gartenstadt - Gutachterverfahren Wohnprojekt Franz-Mehring- Platz / Kurt-Eisner-Straße, Freiberg

Preisvergabe am 13. Oktober 2009, 11 Uhr, im SWG-Treff , Beuststraße 1

Der Sieger des Ideenwettbewerbs zur Gestaltung des Franz-Mehring-Platzes steht fest: die Bürogemeinschaft Hinrichsenstraße 3, Leipzig.

Am 2. Oktober hatte das Obergutachtergremium, zu dem Architekten, Vertreter der Stadtverwaltung Freiberg, der SWG und der politischen Gremien der Stadt gehören, getagt und einstimmig votiert. Der Preis wird am Dienstag, 13.

Oktober, 11 Uhr durch Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm vergeben.

Überzeugt hatte das Leipziger Team u. a., weil die alte städtebauliche Struktur im Entwurf Berücksichtigung gefunden hat und damit der Charakter der Gartenstadt gewahrt bleibt. „Die interessante Anordnung von Eigenheimstandorten weist dabei eine Besonderheit auf“, verrät Bürgermeister Holger Reuter. „Bei dem hier konzipierten Langhaus, kann der Grundriss beliebig gewählt werden, womit Standortunabhängig immer ein Höchstmaß der Besonnung an der gewünschten Hausseite erzielt wird.“ Beim Preisträgerentwurf fügen sich zudem die vorhandenen baulichen Strukturen wie die Kaufhalle oder verbleibende Eigenheimstandorte unproblematisch ein.

Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse

Die Wettbewerbsbeiträge der Teilnehmer am Gutachterverfahren Wohngebiet Franz-Mehring-Platz / Kurt-Eisner-Straße, Freiberg, werden in einer öffentlichen Ausstellung gezeigt. Diese ist vom 13. Oktober bis 6. November 2009, montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und 13 Uhr bis 18 Uhr im SWG-Treff, Beuststraße 1 in Freiberg geöffnet.

Entwicklung eines vermarktungsfähigen Konzeptes

Die historische Gartenstadt Seilerberg und insbesondere das Ensemble des Franz-Mehring-Platzes mit angrenzender Kurt-Eisner-Straße gehören zu den Schwerpunkten des aktiven Stadtumbaus in der Stadt Freiberg.

Auf den Grundstücken der Städtischen Wohnungsgesellschaft Freiberg/Sa. mbH (SWG) soll deshalb auf Rückbauflächen eine künftige bauliche Erneuerung und Ergänzung der Siedlung vorbereitet werden. Hierfür sind in Anknüpfung an den historischen Siedlungsgrundriss und unter Berücksichtigung der vorhandenen Straßen- und Freiräume Ideen für die Entwicklung eines zukunftsfähigen bedarfsgerechten Wohnstandortes in gut erschlossener und hochwertiger Lage gefragt. Als Zielgruppe für vorrangig eigentumsfähige Wohnprojekte für Familien sind insbesondere Projektentwickler und Investoren angesprochen.

Gegenstand des Gutachterverfahrens, ausgelobt durch die Stadt Freiberg in Kooperation mit der SWG am 24. Juni dieses Jahres, war die Erarbeitung von Entwürfen zur künftigen städtebaulichen Entwicklung des Ensembles Franz-Mehring-Platz/ Kurt-Eisner-Straße. Dabei ging es um eine städtebaulich-architektonisch anspruchsvolle Lösung für ein besonderes Zeugnis der Siedlungsgeschichte in Freiberg und zugleich um die Qualifizierung eines integrierten Wohnstandortes mit eigentumsfähigen Wohnformen und Gebäudetypen, die sich in das historische Ensemble einfügen.

Der Ideenwettbewerb wurde als Gutachterverfahren mit den folgenden vier eingeladenen Architektenteams durchgeführt:

- AIB Kurzbuch / Bellmann, Freiberg
- AGG Seehars + Steglich, Dresden
- rka architekten, Dresden
- Bürogemeinschaft Hinrichsenstraße 3, Leipzig

Am 2. Oktober kürte das Obergutachtergremium, das sich aus Architekten, Vertretern der Stadtverwaltung Freiberg, der SWG und der politischen Gremien der Stadt zusammensetzte, seinen Favoriten. Einstimmig wurde der mit 6.500 Euro dotierte Siegerpreis an die Bürogemeinschaft Hinrichsenstraße 3, Leipzig vergeben.

Die planerischen Entwürfe und die Preisträgerarbeit bilden die Grundlage für weitere Abstimmungen zwischen der Stadt Freiberg, der SWG und den Architekturbüros zur Entwicklung eines vermarktungsfähigen Konzeptes.