Pöppelmann – das Leben einer Brücke

Pöppelmannbrücke, in GrimmaAbgebrannt, gesprengt und weggespült - die fast 300jährige leidgeplagte Steinbrücke aus Grimmaer Quarzporphyr und rotem Rochlitzer Porphyrtuff gilt als eines der wertvollsten Bauwerke Grimmas. Ab dem 04. August beleuchtet eine kleine Ausstellung in der St. Georgenkapelle in der Leisniger Straße die Geschichte der Pöppelmanschen Steinbrücke. Mit viel Liebe zum Detail trugen die Macher der Ausstellung, Bernd Voigtländer, Frank Linke und Hans Waldowski, zahlreiche und anschauliche Exponate und Informationen zur einst schützenden Funktion oder zum berühmten Planer zusammen. Die Schau zeigt noch nie veröffentlichte Bilder, Gegenstände und Fotos der Brücke. Die Ausstellung ist bis zum 26. August jeden Sonnabend und Sonntag in der Zeit von 13.00 bis 16.00 Uhr zu sehen.

 

Eine Ausstellung im Rahmen der Veranstaltungsreihe:

Aufgetaucht – Grimma zehn Jahre nach dem Hochwasser

Am 18. und 19. August gedenkt Grimma der Jahrhundertflut - und hat dabei neben nachdenklicher Gedanken auch Grund zur Freude: Die bedeutende Pöppelmannbrücke überspannt wieder die Mulde. Im Sommer 2002 fiel das Bauwerk der Jahrhundertflut zum Opfer. Mit einem großen Festkonzert mit Lichtkunstperformance wird es am Abend des 18. August um 21.30 Uhr zur Tribüne. Dann nehmen die Musiker der Sächsischen Bläserphilharmonie das Muldeufer als Bühne in Beschlag. Am Tag darauf herrscht "Dolce Vita" an der Mulde - zehn Jahre nach der Flut wird die Brücke mit Pauken und Trompeten für die Grimmaer, Radler und Fußgänger freigegeben. Hobbymaler, Kunstradler oder Leierkastenspieler gestalten ab 14.00 Uhr ein Brückenfest der Vereine.

Eine Ausstellung vom 10. August bis 12. September in der Klosterkirche bringt die damalige Katastrophe näher. Mittels 30 großformatiger Fotos erinnert der Fotodesigner Gerhard Weber an die Zeit, als Grimma das Wasser buchstäblich bis zum Hals stand. Bilder während und kurz nach dem Hochwasser zeigen die überflutete Stadt, die durch eine tosende Welle in Mitleidenschaft gezogen wurde und heute in neuem Glanz erstrahlt. Fotos von Thomas Kube und Bilder der Künstler Manfred Löffler sowie Maria Köhler ergänzen die Ausstellung. Zudem stellt das Künstlerhaus Schaddelmühle Keramikplastiken von Schülern aus, die in der Gestaltung des Hochwasserschutzes einen Platz finden sollen.

Und noch ein Grund zum Feiern: Grimmas ewig Schönste wird einhundert Jahre alt. Ebenfalls am 18. August wird unter dem Motto "Eva, da staunste" der Marktbrunnen und seine bekannte Bronze-Plastik gefeiert. Das Fest der Goldenen Eva bietet Musik, Tanz und Volksfeststimmung, ab 13.00 Uhr. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.