Staunen und Ausprobieren auf neuem Sinneserfahrungsfeld

Um die Ecke schauen, mit dem Gleichgewicht ringen oder Landschaften durch rieselnden Sand entstehen lassen – im „Dorf der Sinne“ Höfgen ist das seit einigen Tagen möglich. Auf dem ehemaligen Spielplatz unterhalb der Kirche wurden jetzt Sinneserfahrungselemente aufgestellt.

„Es ist ein Platz des Verweilens“, sagte Thomas Lampa vom Altenburger Spielplatzunternehmen „Pro Kid“. Sein Unternehmen hat die Höfgener Ideen gemeinsam mit dem Grimmaer Landschaftsbaubetrieb GQS umgesetzt. In der Mitte des Platzes befindet sich eine spiralförmige Fläche. „Galaxien und Sternensysteme sind Spiralen – die Grundform des Lebens“, erklärte Lampa. Einzelne Wege führen wie Strahlen zu den Sinnesstationen. Darunter eine Balancierscheibe. Hier ist man angehalten mit dem Gleichgewichtssinn zu ringen - ihn zu finden und wieder zu verlieren. Eine helle, runde Tafel, in deren Inneren grauer und weißer Sand über verschiedene Hindernisse rieselt und Formen bildet ist ein weiterer Blickfang. „Das Spiel nennen wir Raum und Zeit“, freut sich der Spielplatzgestalter. „Hier verrinnt die Zeit und Räume verändern sich." Richtung Dorfplatz steht eine große dreieckige Glassäule. „Schaut man geradeaus in das Prisma hinein, sieht man nicht etwa das Haus gegenüber, sondern Leute oder Dinge auf der Straße rechts und links. Scheint dazu die Sonne, bekommen die Häuser leuchtend bunte Ränder in den Farben des Regenbogens“, so Lampa. Etwa 23.000 Euro kostet der Nachfolger des alten Spielplatzes, dessen marode Geräte abgebaut werden mussten. Für die neue Anlage gab es eine 75prozentige Förderung aus dem Leader Programm für den ländlichen Raum.

Die Sinneserfahrungselemente basieren auf den Forschungen von Hugo Kükelhaus. Der Künstler und Pädagoge machte sich vor allem als Wegbereiter der modernen Sinnesforschung und Erlebnispädagogik einen Namen.