Seume-Literaturpreisträger 2011 steht fest

Peter Winterhoff-Spurk ist Preiseträger des Seume-Literaturpreises 2011. Für sein Werk „Unternehmen Babylon. Wie die Globalisierung die Seele gefährdet“ erhält er ein Preisgeld im Rahmen einer festlichen Veranstaltung am 3. Dezember um 19 Uhr im Rathaussaal, Markt 27. Das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro wird von der Sparkasse Muldental gestiftet. Zum Wettbewerb rief der Internationale Johann-Gottfried-Seume-Verein „Arethusa“ e.V. Grimma in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Muldental aus.

Die Jurymitglieder des Seume-Literaturpreises, Dr. Otto Werner Förster (Leipzig), Gerhard Pötzsch (Leipzig) und Thorsten Bolte (Grimma), haben sich einstimmig für den Text von Peter Winterhoff-Spurk ausgesprochen.

„Das faszinierende Buch des Autors beschreibt die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Wirkungen der Globalisierung auf unser Leben. Dabei stehen die psychischen Folgen für den Menschen im Vordergrund, die dieses weltumspannende Beziehungsgeflecht zur Folge hat. Es ist ein Text, der die Vergangenheit auslotet, um uns damit in der Gegenwart die Augen für die Anforderungen der Zeit zu öffnen. Diese präzise Beschreibung – auch sprachlich höchsten Ansprüchen genügend – macht Mut in einer Welt, die durch uns gestaltet werden kann, wenn wir die Zusammenhänge verstehen und uns den humanistischen Traditionen wieder zuwenden, die ein gemeinsames Leben in einer globalisierten Welt erst ermöglicht“, so Thorsten Bolte, Sprecher der Jury.

Peter Winterhoff-Spurk, Jahrgang 1945, lebt heute in Saarbrücken und in Leipzig. Er war bis zu seinem Ruhestand Professor für Psychologie (Medien- und Organisationspsychologie) an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und ist nun Verleger eines Buchverlages, der seinen Sitz in Saarbrücken und Leipzig hat.

Mit dem Preis würdigt der „Internationale Johann-Gottfried-Seume-Verein ,Arethusa’ e.V.“ seit 2001 alle zwei Jahre Arbeiten, die auf dem Gebiet der deutschsprachigen Reiseliteratur über eine Reisen im Sinne Seumes berichten. Am 6. Dezember 1801 startete Johann Gottfried Seume seinen „Spaziergang nach Syrakus“ von Grimma aus. Sein geklungener Reisebericht machte ihn über Nacht berühmt.

Erstmals bei der Vergabe des Seume-Literaturpreises wird eine Auswahlliste der Öffentlichkeit präsentiert, die auch jene Texte des Seume-Literaturpreises anzeigen, die, wenngleich nicht mit dem Seume-Preis ausgezeichnet, doch für Mitglieder der Jury außergewöhnliche Beiträge darstellen und die wir gerne hervorheben möchten. Diese Liste wie auch weitere Informationen sind im Internet auf unserer Homepage zu finden unter www.goeschenhaus.de.