Vier neue Spielplätze noch im Oktober

Familien mit jüngeren Kindern können sich freuen: Noch in diesem Jahr wird das Spielplatzangebot in Grimma um vier neue Anlagen im Wert von 470.000 Euro erweitert. Fast synchron sprießen die Spielgeräte in Großbothen, Döben, Höfgen und in Grimma-Süd förmlich aus dem Boden. Im Oktober sollen die Spielplätze eröffnet werden. Die Stadtverwaltung griff in den Europäischen LEADER-Fördertopf und kann für drei Spielplätze 75 Prozent der Kosten abrechnen. Für Grimma-Süd stehen bewilligte Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau-Ost zur Verfügung.

Das Schöne ist, die einzelnen Spielplätze sind auf die jeweilige Umgebung abgestimmt. Das Tiefbauamt und das Stadtentwicklungsamt ermittelten in Gesprächsrunden mit den jeweiligen Ortschaftsräten, Eltern, Schulleitern oder Anwohnern die Wünsche und Bedürfnisse. „Null-Acht-Fünfzehn haben wir von vornherein abgelehnt. Wir möchten den Charakter der Gegend wahren“, so Oberbürgermeister Matthias Berger.

Zu den Spielplätzen, die noch in diesem Jahr fertig werden sollen, gehört auch ein „nigelnagelneuer“ Spielplatz auf dem Sportplatz in Döben. Der Döbener Weitblick „Luginsland“ steht hier im Fokus: Unter dem Wolkendach des zentralen Spielturms verbergen sich allerhand Raffinessen. Wackelbrücke, Kletterwand, Hangelgriffe oder Rutsche führen zu einer Zielfahne die ganz oben auf dem Turm weht. Zum 32.000 Euro teuren Kletterensemble gehören auch eine Tischtennisplatte und ein Kleinkinderkarussell. Im Oktober sollen die ersten Kinder die neuen Spielgeräte in Beschlag nehmen.

Nachdem die alten Spielgeräte dem neuen Feuerwehrgerätehaus in Großbothen weichen mussten, soll in wenigen Wochen die großzügige und zentralgelegene Fläche am ehemaligen Sportplatz wieder für Spiel und Spaß genutzt werden. Herzstück ist ein großer Kletterturm mit Seilbahn, Rutschen, Schaukeln und Reck. Dieser soll zum Abenteuer locken. Die Anlage gibt den Kindern genügend Raum, um selbstständig Ideen zu entwickeln. Gebaut ist der Turm aus langlebigem Robinienholz. Dieses passt wunderbar in das Ensemble. Ein 330 Quadratmeter großer Bolzplatz mit Torpfosten und eine stationäre Tischtennisplatte ergänzen das Angebot. Die Kosten für die Umgestaltung schlagen mit 54.000 Euro zu Buche.

Im „Dorf der Sinne“ Höfgen entsteht im Schatten der Dorfkirche in diesem Herbst ein ganz besonderer Verweilort, der die Sinne in Ruhe ansprechen will. Die innovativen Sinneserfahrungselemente für alle Generationen, die hier einen Platz finden, basieren auf den Forschungen des Künstlers und Pädagogen Hugo Kükelhaus. Er machte sich vor allem als Wegbereiter der modernen Sinnesforschung und Erlebnispädagogik einen Namen. Unter den Elementen befindet sich eine Prismasäule. Vor der Dorfkulisse veranschaulicht sich dann, dass weißes Licht alle Farben eines Regenbogens enthält. Auch eine große Balancierscheibe gehört zur Anlage. Hier ist man angehalten mit dem Gleichgewichtssinn zu ringen - ihn zu finden und wieder zu verlieren. Die Spielstationen sind mit ihren vielfältigen Anknüpfungspunkten, wie Klang, Farbe, Symmetrie, Schwingung, Strömung, Wirbel so ausgerichtet, dass alle Sinne ins Spiel kommen, und der Mensch mit all seinen Sinnen tätig ist. Die Kosten belaufen sich auf knapp 23.000 Euro

Grimmas größter Spielplatz entsteht vor der Wilhelm-Ostwald-Grundschule in Grimma-Süd. Mit vielen Bäumen und Sträuchern zieht frisches Grün in die Wohnsiedlung ein und schafft einen lärmmindernden Rahmen um die großzügige Spielkombination herum. Im Zentrum des parkähnlichen Areals befindet sich der Spielturm. Über dessen Podeste können ein Sprossenaufstieg, ein Kletternetz, eine Kletterwand sowie eine Rutsche mit Welle erreicht werden. Die Zwischenpodeste sind durch Leitern miteinander verbunden. Eine Dschungelbrücke mit Netzgeländer leitet zu einem kleineren Fünfeckturm mit Zeltdach über. Von hier aus wird eine weitere Rutsche erreicht. Ein weiteres Podest ohne Dach ist mit einer Strickleiter und einer dritten Rutsche für Kleinkinder kombiniert. Drei Seilbrücken, ein Flächennetz, ein Balanciertau, eine Sprossenwand und Hangelseile sind zwischen Robinienstämmen befestigt. Eine Doppelschaukel kombiniert zwei einfache und eine Nestschaukel. Desweiteren wird eine Doppelwippe einen Platz finden. Für Kleinkinder werden ein Schneckenzug und zwei Federtiere zur Verfügung stehen. Die Elemente Balanciertau, Hangelstrecke, Balancierbalken, Kletterstämme, Stelzen, „verwobene Seile“ und „Seil-Balancierleiter“ werden ebenso wie ein Kletter-Tipi in den Hügel integriert. Das Werk Wilhelm Ostwalds wird dabei als Ideengeber der großen Spiellandschaft genutzt.