Grimmas größter Spielplatz kommt

Die Aufwertung der Fläche vor der Wilhelm-Ostwald-Grundschule wird weiter vorangetrieben. Mit einem großflächigen Spielplatz sowie einer neugestalteten Parkanlage soll sich der Stadtteil zwischen Auenpassage und den Schulen zu einem lebendigen Treffpunkt entwickeln. Grimmas größter Spielplatz kostet die Stadt 340.000 Euro. Auf den neuen Spielgeräten sollen spätestens ab Herbst Kinder herumtoben können.

Nach einer Reihe von Abbrüchen von Wohnblö­cken und der Turnhalle wurde es licht am Platz der Einheit. Auf der tristen Wüste mit maroden Betonplatten, kaputten Bänken und defekten Lampen entsteht in den kommenden Monaten ein attraktiver Spielplatz, eingebettet in Grünflächen und mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten als Treff­punkt für Jung und Alt. Dazu sind Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm beantragt und bewilligt worden. Der erste Teil des Vorhabens zur Neugestaltung des Platzes der Einheit ist mit dem Bau des kleinen Parkplatzes östlich der Grundschule bereits realisiert. Die weitere Umgestaltung des Areals wird in drei Teile gegliedert. Unmittelbar vor der großzügigen Eingangstreppe der Grundschule, die nach der Sanierung der Schule wieder als Haupteingang fungieren soll, entsteht der Vorplatz. Dieser dient später vor allem als Aufenthaltsfläche für Kinder nach Schulschluss und Außenanlage der Grundschule. Bunte Zahlen und Buchstaben lockern die hellen Plattenbänder und Sitzwürfel auf. Mit Sträuchern und einer Zierkirschenreihe kehrt Grün ein. Der Böschungsbereich in Richtung Westen wird künftig - anstelle von zwei Treppenanlagen - nur noch durch eine zentrale Freitreppe erschlossen, welche an den existierenden, fortzusetzenden Fußweg von der Straße „Am Holzwinkel“ anschließt. Am Wall entstehen Sitzgelegenheiten in Form von Traversen mit Überblick über die gesamte Vorplatzsituation. Die Sitzreihen können später als „Zuschauertribüne“ für mögliche Veranstaltungen der Schule genutzt werden. Die bestehende Ligu­sterhecke bleibt weitgehend erhalten.

Spielplatz unter „Schirmherrschaft“ von Wilhelm Ostwald

Herzstück ist der mit Kastanien, Birken, Robinien, Roteichen, Blutjohannisbeeren, Jasmin sowie Haselnuss umpflanzte Spielbereich. Ein kleiner Rodelhügel und die westliche Böschung umrahmen den Spielplatz. So wird dieser als geschlossene Raumsituation aufgefasst. Die großzügige Bepflanzung dient der Lärmminderung. Das Plattenband, das von der Freitreppe an der Schule ausgeht, nimmt im Bereich des Spielplatzes eine Sandfläche für Kleinkinder auf. Im Norden wird das Band durch eine Sitzstufe aus Beton- Elementen abgeschlossen, die zugleich zu dem langgestreckten Hügel überleitet. Die benachbarte Sitzmauer wird mit Holzauflagen belegt. Unter den Bäumen sind Bänke zum bequemen Sitzen eingeordnet, jeweils kombiniert mit Papierkörben. Der Spielbereich wird auf Kinder der Altersgruppe von vier bis zwölf Jahre ausgerichtet. Als Spielgeräte kommen Sonderanfertigungen der Firma Ziegler Spielplätze von A bis Z zum Einsatz, aus denen eine zusammenhängende Spiellandschaft zu kombinieren ist. Das Werk Wilhelm Ostwalds wird dabei als Ideengeber der Spiellandschaft genutzt. Das Zentrum der Spielkombination bildet ein Spielturm. Über dessen Podeste können ein Sprossenaufstieg, ein Kletternetz, eine Kletterwand sowie eine Rutsche mit Welle erreicht werden. Die Zwischenpodeste sind durch Leitern miteinander verbunden. Eine Dschungelbrücke mit Netzgeländer leitet zu einem kleineren Fünfeck­turm mit Zeltdach über. Von hier aus wird eine weitere Rutsche erreicht. Ein Podest ohne Dach ist mit einer Strickleiter und einer dritten Rutsche für Kleinkinder kombiniert. Drei Seilbrücken, ein Flächennetz, ein Balanciertau, eine Sprossenwand und fünf Hangelseile sind zwischen Robini­enstämmen befestigt. Drei Reckstangen, eine Doppelschaukel und eine Nestschaukel stehen den Kindern in unterschiedliche Höhen zur Verfügung. Desweiteren wird eine Doppelwippe einen Platz finden. Für Kleinkinder werden ein Schneckenzug und zwei Federtiere zur Verfügung stehen. Die Elemente Balanciertau, Hangelstrecke, Balancierbalken, Kletterstämme, Stelzen, „verwobene Seile“ und „Seil-Balancierleiter“ werden ebenso wie ein Klettertipi in den Hügel integriert.