Fünf verkaufsoffene Sonntage für Freiberg Auswahl erfolgte mit Gewerbetreibenden und Stadtmarketing

Gleich fünf verkaufsoffene Sonntage soll es im laufenden Jahr in der Universitätsstadt Freiberg gegeben. Den beiden entsprechenden Verordnungen der Großen Kreisstadt zum Sächsischen Ladenöffnungsgesetz über verkaufsoffene Sonn- und Feiertage im Jahr 2011 stimmten die Stadträte auf ihrer heutigen Sitzung (7. April) mit großer Mehrheit zu. Damit öffnen im laufenden Jahr am Sonntag, 22. Mai, zum Frühlingsfest erstmals die Geschäfte in der Innenstadt von 12 bis 18 Uhr. Da das Sächsische Ladenöffnungsgesetz Kommunen bei besonderem Anlass vier solcher verkaufsoffenen Sonntage im Jahr einräumt, gibt es drei weitere in Freiberg: am 9. Oktober zum Herbst- und Erntedankfest sowie am 2. und 4. Advent (4. und 18. Dezember). „Der vierte Advent wird dabei schon ganz im Zeichen des bevorstehenden Festjahres ‚850 Jahre Freiberg’ stehen und auf 2012 einstimmen“, informierte Ordnungsamtsleiterin Antje Liebernickel. Die Auswahl der Sonntage sei in enger Abstimmung mit dem Gewerbeverein, der Stadtmarketing Freiberg GmbH und dem Gebietsmanagement der Bahnhofsvorstadt (Bavo) erfolgt.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit anlässlich besonderer regionaler Ereignisse an acht zusätzlichen Sonn- bzw. Feiertagen zum „Sonntagseinkaufen“ einzuladen, jedoch ausschließlich in jeweils anderen Stadtgebieten und Ortsteilen. Zum Bergstadtfest will die Stadt Freiberg dies für das Altstadtgebiet nutzen. Sieben weitere solcher Einkaufssonntage seien also noch möglich, jedoch kein weiterer in der Altstadt. Auch dieser Vorlage, die Geschäfte am Sonntag des Bergstadtfestes (26. Juni) zum Einkaufen öffnen zu lassen, stimmten die Stadträte mehrheitlich zu.

Damit können Freiberger und Gäste der Stadt an fünf Sonntagen jeweils zwischen 12 und 18 Uhr in der Altstadt einkaufen. „Mit dieser Regelung werden alle Interessen berücksichtigt. Die Veranstaltungen und die damit verbundene Sonntagsöffnung werden sicherlich trotz der vielen Baustellen zur weiteren Attraktivität und Belebung unserer Stadt beitragen“, wünscht Liebernickel.

Fünf verkaufsoffene Sonntage 2011, das sind zwei mehr als im vergangenen Jahr. Zwar hatten hier die Stadträte auch vier Einkaufssonntagen zugestimmt, jedoch hatte eine Klage der Gewerkschaft ver.di die Freiberger Rechtsverordnung außer Kraft gesetzt. Damit hatten die Geschäfte in der Adventszeit nur an einem Sonntag statt vorgesehenen zwei Sonntagen öffnen können.