Erneut Hundehaufen in Freiberg auf der Spur

Jährliche Aktion: Kinder- und Jugendstadträte markieren tierische Hinterlassenschaften – City-Läufer reinigen Parks und Ringanlagen. Erneut Hundehaufen in Freiberg auf der Spur Jährliche Aktion: Kinder- und Jugendstadträte markieren tierische Hinterlassenschaften – City-Läufer reinigen Parks und Ringanlagen

„Sauberes Freiberg“ – diese Aktion steht seit 2005 das ganze Jahr in Freiberg zur Debatte: Frühjahrsputz, kostenlose Hundekottüten, Kontrollen und Informationen zum verschärften Bußgeldkatalog, Taschenkalender, auf denen Freiberger für eine saubere Stadt werben, Vermittlung von Patenschaften für Anlagen und Wege sowie die Unterstützung von Freibergern, deren Gebäude durch Graffiti verunstaltet worden sind.

Doch zu Beginn des Jahres, noch vor dem Frühjahrsputz, zu dem am 2. April aufgerufen wird, sind Vertreter des Freiberger Kinder- und Jugendparlamentes (Kipa) in Begleitung von Mitarbeitern des Kinder- und Jugendkontaktbüros sowie des Ordnungsamtes im Albertpark unterwegs, um so genannte Tretminen mit Fähnchen zu markieren. Denn wenn´s Frühling wird, zeigt sich, was über den Winter liegen geblieben ist: Hundehaufen en masse.

Mit dem Markieren durch die Fähnchen soll die Häufigkeit dieser Delikte demonstriert werden. So werden sich am Montag, 21. März, zwischen 15 und 15.30 Uhr 14 Nachwuchsparlamentarier dazu aufmachen.

Doch nur markieren, das wäre natürlich kein Einsatz. Bereits einen Tag später, am Dienstag, 22. März, sollen die Hundekothaufen verschwinden. Im Albertpark und in den Ringanlagen werden sie durch die so genannten City-Läufer der Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung entsorgt. Am Mittwoch sind diese fleißigen Helfer dann in der Bahnhofsvorstadt, u. a. in der Buch- und Schmiedestraße unterwegs.

2009 war die „Hundekot-Jagd“ erstmals durchgeführt worden. Dabei kamen allein im Albertpark zwölf Säcke Hundekot zusammen, im vergangenen Jahr sogar 14.

Die Einsätze machen sich erforderlich, da nach den Wintermonaten von Sauberkeit auf Wegen und Straßen keine Rede sein kann und immer wieder Klagen aus der Bevölkerung kommen. Dabei könnten die Hinterlassenschaften einfach durch die Herrchen weggeräumt werden – das wird durch die Stadtverwaltung seit 2005 unterstützt: Für jeden angemeldeten Hund gibt es kostenfreie Hundekottüten: 50 im Frühjahr und 50 im Herbst. Nur genutzt wird dieses Angebot noch nicht ausreichend. Gerade mal 226 Hundehalter waren es 2010 – von mehr als 1000 in Freiberg gemeldeten.

„Die Kottüten gibt es nicht als Gegenleistung zur Hundesteuer“, weist Ordnungsamtsmitarbeiter Bernd Neumann hin. „Es ist vielmehr ein Angebot der Verwaltung für eine sauberere Stadt“. Die Idee dafür kommt aus der Aktion „Sauberes Freiberg“. „Das kann auch jeder Hundebesitzer erkennen: Denn das Logo dieser Aktion ist auf den Tüten aufgedruckt.“ Weitere Infos zu Hundekottüten: Bernd Neumann, Tel. 273 353, oder übers Bürgertelefon 273 888.