100 rote Rosen zum 100. Frauentag

Am 8. März jährt sich der Internationale Frauentag zum 100. Mal. Dieses Ereignis wird auch im Freiberger Rathaus angemessen begangen. Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten Katrin Pilz und MitarbeiterInnen des Vereins Lichtpunkt lädt Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm an diesem Tag um 17 Uhr zur Ausstellungseröffnung „Freiberg weiblich“ ins Foyer des Rathauses. Die Ausstellung zeigt Stadtansichten Freibergs aus weiblicher Perspektive. Sie entstand im Rahmen des ESF-Bundesprogramms STÄRKEN vor Ort und wurde mit Unterstützung der Medienpädagogin Manja Hähnel von vier arbeitslosen Frauen umgesetzt.

Neben der Sichtweise der Frau steht vor allem die Rolle der Frau im Mittelpunkt des Internationalen Frauentages. 1911 kämpften die Frauen unter anderem für aktives und passives Wahlrecht und die Anerkennung ihrer Bürgerrechte. 1986 stand dieser Tag unter dem Motto „Wir wollen Brot und Rosen!“, wobei Brot das Recht auf Arbeit, gerechte Entlohnung, gleiche Bildungschancen und soziale Sicherung der Frau symbolisierte. Rosen stehen für die Möglichkeit mit Kindern zu leben und berufstätig zu sein, eine menschenwürdige Wohn- und Lebensumwelt sowie humane Politikformen. „Auch nach einem Vierteljahrhundert sind diese Forderungen noch nicht vollständig eingelöst“, konstatiert Freibergs Gleichstellungsbeauftragte Katrin Pilz und erinnert dabei an die aktuellen Diskussionen zur Einführung der Frauenquote. Gleichzeitig sei jedoch sicher, dass viele Errungenschaften der heutigen Gesellschaft ohne die Leistung der Frauen undenkbar wären. Um die Leistung der Frauen symbolisch zu würdigen werden einhundert rote Rosen Besucherinnen der Ausstellung verteilt. Zu sehen ist die Ausstellung im Rathaus zu den bekannten Öffnungszeiten bis 18. März.