Lutherdekade: Saisoneröffnung zum Gedenken an die Nonnenflucht 1523

Das Geheimnis des verloren gegangenen Schuhs der Katharina von Bora ist im vierten Jahr der Lutherdekade der Aufhänger zur Saisoneröffnung.

Am Ostersonnabend, dem 23. April, wird erneut an die spektakuläre Flucht der Nonne, Katharina von Bora, an der Klosterruine Marienthron in Grimma-Nimbschen gedacht. Im Jahr 1523 floh die damals 24jährige Nonne nach Wittenberg und heiratete dort Martin Luther.

„Ich bin überzeugt, wenn das Wetter mitspielt, können wir an diesem Vormittag wieder zahlreiche Spaziergänger und Radfahrer zu einem spannenden und kontrastreichen Programm an das Muldeufer locken“, ist sich Bettina Holfter vom Kulturbetrieb Grimma sicher. Ein Fest für Augen und Ohren sind die Musiker und Tänzer des Renaissance-Tanzensembles Dreiskau-Muckern. Die Theatergruppe aus dem nahegelegenen „Männerkloster“- dem heutigen Gymnasium - St. Augustin stellt das neue Stück „Auferstehung“ vor. Autorin Mona Trauer schrieb es aus Anlass der Lutherdekade und probt mit den jungen Akteuren intensiv für die festliche Uraufführung im Sommer 2012. Auf die schauspielerische „Kostprobe“ rund um die Nonnenflucht werden auch bedeutende Persönlichkeiten wie Reformator Dr. Martin Luther, Oberbürgermeister Matthias Berger und das Höfgener „Semmelweib“ sein, letztere bietet am Tag Führungen zur Geschichte des Klosters an.

Um 10.00 Uhr wird die neue Saison eröffnet. Informationsstände des Kulturbetriebes Grimma, des Kreismuseums und der Druckerei Freiberg aus Dresden säumen die Fläche rund um die Bühne. Auf der Ruinen-Bühne beginnt das Programm 11.00 Uhr.

Am Vormittag stehen Touren mit den „Schwebenden Elektrorollern“ in Richtung Mulde an. Die Kirchner Solar Group, die auf dem ehemaligen Weinberg des Klosters ihren Solarpark errichtete, stellt ihre „Segways“ zur Verfügung. Und für alle die es etwas geselliger mögen, steht zwischen 12.00 und 16.00 Uhr ein besonderes „Fluchtfahrzeug“ mit Spaßfaktor bereit. Mit einem originellen „Siebenrad“ können tatsächlich immer sieben Leute gleichzeitig in die Pedalen treten.