Grimmas Eingemeindungen: 100 Straßen werden umbenannt

Mit der Eingemeindung von Nerchau, Thümmlitzwalde und den fünf nördlichen Orten der Gemeinde Großbothen ist eine Umbenennung von Straßennamen notwendig, damit Doppelungen ausgeschlossen werden. In 47 Orten sollen 100 Straßen einen neuen Namen erhalten. Der Grimmaer Stadtrat entscheidet am Mittwoch, 22. Dezember, über die neuen Bezeichnungen für das derzeitige Gemeindegebiet.

In Bernbruch, Beiersdorf, Dorna, Höfgen, Grimma, Kleinbardau, Naundorf, Neunitz und Schkortitz betrifft es 19 Straßen. In den meisten Fällen schlug das Stadtentwicklungsamt eine „namensverwandte Variante“ vor. So soll der Fährweg in Grimma-Höfgen ab 01. Januar „Zur Fähre“ heißen oder die Hauptstraße in Grimma-Kleinbardau wird zukünftig das Straßenschild Kleinbardauer Hauptstraße tragen. Auch an verdienstvolle Grimmaer, wie Ferdinand Walther oder Ulrich Mühe soll mit einem Straßennamen erinnert werden.

„Die Umbenennung von Straßen im Ergebnis der Eingemeindungen ist nicht nur aus Sicht der Postverteilung  oder der eindeutigen schnellen Erreichbarkeit für Rettungsfahrzeuge sinnvoll“, sagt Stadtentwicklungsamtsleiter Jochen Lischke. „Auch verwaltungsintern müssen im Rahmen der rechnergestützten Systeme, wie Einwohnermeldeamt, Steuerbescheide oder Grundstücksverwaltung, eindeutige Identifikationen organisiert werden“, so Lischke weiter.

Wie schon bei den neuen Straßennamen anlässlich der Eingemeindung von Großbardau erfolgten die Umbenennungen stets dort, wo weniger Einwohner betroffen sind. Deshalb ist die Zahl der Straßenumbenennungen in den neuen Ortsteilen in der Summe erheblich größer als in Grimma in seiner bisherigen Ausdehnung. Für späterhin weitere erforderliche Umbenennungen sollte davon ausgegangen werden, dass  die mit diesem Beschluss neu geschaffenen Straßennamen bei Namensgleichheit mit einer Straße in einem dann neuen Ortsteil nicht wieder umbenannt werden, auch wenn in dem neuen Ortsteil mehr Bürger betroffen sind.

Die Änderung der Personalausweise und der Reisepässe ist für die Bürger in den betroffenen Straßen nicht mit Kosten verbunden.