Grimmas größte Straßenbaustelle, die August-Bebel-Straße, nimmt langsam Gestalt an. Begonnen wurde Mitte September in der Siedlerstraße. „In den acht Wochen ist vor allem unterirdisch viel passiert“, sagt Bauplaner Olaf Weidauer der Firma Stabau Projekt Leipzig GmbH. Alle Haushalte in der Siedlerstraße wurden an das neue Kanalnetz angeschlossen. Die Trinkwasserleitungen verlegte die Firma Erdmann Bau GmbH aus Mügeln im Auftrag der Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain. Auch der erste Mischwassersammler steht. „Jetzt kann die Straßenbaufirma Kunze GmbH aus Grimma mit der Schwarzdecke beginnen“, so Weidauer. Tiefbauamtsleiter Dirk Hahmann freut sich über den Fortschritt: „Bei günstiger Wetterlage sind wir noch in diesem Jahr mit der Erneuerung der Siedlerstraße fertig“.

In der Zeitspanne galt auf der August-Bebel-Straße, vom Wolfsgraben kommend bis zum Landmaschinenanbieter OTEMA, eine Einbahnstraßenregelung.  Ab Montag, dem 22. November wird die Beschränkung wieder aufgehoben, dann ist die August-Bebel-Straße wieder beidseitig befahrbar.


Hintergrund:

Insgesamt wird die Straße auf einer Baulänge von ca. 1,4 Kilometern und einer Straßenbreite von sechs Metern komplett erneuert. Des Weiteren soll ein gemeinsamer Geh- und Radweg auf der rechten Seite stadteinwärts und die Komplettierung der Straßenbeleuchtung im Rahmen der Baumaßnahme hergestellt werden. Im Auftrag der Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain GmbH werden gleichzeitig Schmutz-, Regenwasser- sowie Trinkwasserleitungen verlegt. Nach aktuellem Stand wird in Abhängigkeit von der Wetterlage mit einer Bauzeit von ca. 18 Monaten gerechnet.

Für die drei Millionen Euro teure Straße bewilligte die Landesdirektion Leipzig Fördermittel in von Höhe von 2,7 Millionen, das bedeutet, der Freistaat übernimmt ganze 90 Prozent der förderfähigen Kosten aus dem Programm der Gemeinschaftsaufgabe zur "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur".

Grund für die hohe Fördersumme ist die Wertigkeit der August-Bebel-Straße. Sie ist ein wichtiger Lückenschluss im überregionalen Verkehrsnetz. Sie fungiert als Anschlussstelle zum touristischen Radwegenetz "Parthe-Mulde-Route". Zudem gilt auch das Argument der Wirtschaftsförderung: An der Straße befinden sich 23 Firmen mit ca. 180 Beschäftigten.