Die Fahrbahnplatte der Muldebrücke im Zuge der A14 bei Grimma muss repariert werden. Die Arbeiten werden zunächst in der Fahrtrichtung Dresden ausgeführt, an der Fahrbahn in der Gegenrichtung wird 2011 gearbeitet. Um den Verkehr möglichst wenig zu behindern, wird vorwiegend nachts gearbeitet. Dann steht nur der äußere rechte Fahrstreifen zur Verfügung. Angepasst an die Verkehrsbelastung gelten bis 30. November folgende Einschränkungen: Montag und Freitag, 20.00 bis 06.00 Uhr, Dienstag bis Donnerstag, 19.00 bis 07.00 Uhr und Sonnabend 19.00 bis 08.00 Uhr.

Die Brücke ist 1970 gemeinsam mit der A14 fertig gestellt worden. 1997 erhielt sie eine neue Fahrbahn, 2005 einen neuen Korrosionsschutz. Es handelt sich um eine sogenannte Stahlverbundkonstruktion, zwei stählerne Hauptträger und die Betonfahrbahnplatte wirken im Verbund, um die Lasten zu tragen. Die Fahrbahnplatte besteht aus Betonfertigteilen, die quer zu den Hauptträgern montiert sind. Bei einer turnusmäßigen Brückenprüfung wurden 2009 Schäden an den Fugen zwischen diesen Fertigteilen festgestellt.

Um das Fortschreiten dieser Schäden aufzuhalten, wurden zunächst die Fahrstreifen je mittig über die beiden Hauptträger gelegt. Dazu wurden die Fahrstreifen einer Richtungsfahrbahn durch eine auf der Fahrbahn markierte Sperrfläche auseinander gerückt. Mittlerweile wurde die Reparatur vorbereitet und ausgeschrieben. Bei dieser werden die Fertigteile durch aussteifende Stahlträger miteinander „verschnallt“, damit sich die Verkehrslast wieder besser auf die benachbarten Fertigteile verteilen lässt. Die Reparaturkosten liegen bei 500.000 Euro.

Dennoch verkürzen diese Schäden die Restnutzungszeit der 40 Jahre alten Brücke. Binnen zehn Jahren sollte deshalb ein Ersatzbau geschaffen werden. Das Autobahnamt Sachsen hat die erforderlichen Planungsleistungen bereits beauftragt.