Geschrieben von: Grimma   
Donnerstag, den 12. August 2010 um 05:37 Uhr

Mit dem Geschichts- und Altertumsverein Grimma e.V. die Via Regia beleuchtet

Im Rahmen der mobilen Ausstellung lädt der Geschichts- und Altertumsverein Grimma e.V.  für Mittwoch, dem 18. August um 18.00 Uhr zu einer Gesprächsrunde ein. Diese findet im Wohnturm des Stadtgutes, Leipziger Straße 5 statt. Dabei soll das Anliegen der Landesausstellung „via regia – 800 Jahre Bewegung und Begegnung“ vertieft und ihr Konzept erläutert werden. Aber auch historische Details der Route werden aufgegriffen: Die Königsstraße überschritt durch die „Raue Furt“ nördlich Meißens die Elbe. Ob nur die Wurzener oder Püchauer Furt oder nicht auch die „Klingenfurt“ in Böhlen bei Grimma benutzt wurden, um nach Leipzig oder Krakau zu gelangen? Wie und in wessen Interesse wurden die großen Straßen im Wandel der Zeiten genutzt? Was bleibt uns heute von der mittelalterlichen Handelsstraße?
Kundiger Gesprächspartner neben den Mitgliedern des Geschichts- und Altertumsvereines und seinem Vorsitzenden Rudolf Priemer wird der Kurator der 3. Sächsischen Landesausstellung „via regia“, Roland Enke, sein.
Der Eintritt zur Gesprächsrunde ist frei.

Tour durch Europa – Das Via Mobil

Im Jahr vor Beginn der 3. Sächsischen Landesausstellung „via regia“ in Görlitz ist das Via Mobil von Juni bis Oktober rund 4.500 km quer durch Europa unterwegs und will dabei in über 50 Städten neugierig machen auf den Freistaat Sachsen, seine Kultur, Wirtschaft und touristischen Reize. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet das Via Mobil mit seiner Reise von Santiago de Compostela bis Kiew. Es informiert über die kommende Landesausstellung im Kaisertrutz, einer Kanonenbastei aus dem 15.Jh., in Görlitz und über die Städte entlang der Route.

Bedeutende Handelsstraße „Via Regia“

Die via regia ist eine der ältesten und wichtigsten west-östlichen Landverbindungen in Mitteleuropa.  Sie verlief gesichert zwischen Breslau und Leipzig und wurde 1252 in einer Urkunde des Markgrafen Heinrich von Meißen erstmalig schriftlich erwähnt.  Auf der „Königsstraße“  oder „Hohen Straße“ zogen anfangs Träger-Karawanen, dann pferde- und ochsenbespannte Karren, später durch Wagen und Kraftfahrzeuge abgelöst. Händler, Reisende, Pilger, fahrendes Volk und auch Kriegsleute reisten mit Waren und diversen Anliegen über weite Strecken, oft über Landesgrenzen hinweg. Dabei verbreiteten sie Ideen und Ansichten, Erfahrungen und Methoden.
Daran anknüpfend soll die Kulturstraße des Europarates „via regia“, die zwischen Ukraine und Nordspanien verläuft, die Verbindung der Länder untereinander  verbessern und dem Tourismus Aufschwung verleihen.

 

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