Geschrieben von: Grimma   
Freitag, den 16. Juli 2010 um 05:15 Uhr

Die Gesamtkosten belaufen sich auf gut drei Millionen Euro. „Es war nicht einfach ohne Weiteres die Mittel zu erhalten. Problematisch gestaltete sich die Suche nach dem geeigneten Förderprogramm“, meint Oberbürgermeister Matthias Berger. Umso mehr ist er froh, dass der Bescheid jetzt da ist. „Die Landesdirektion hat uns mit viel Engagement unterstützt“, lobt Berger die konstruktive Zusammenarbeit.

Grund für die hohe Fördersumme ist die Wertigkeit der August-Bebel-Straße. Sie ist ein wichtiger Lückenschluss im überregionalen Verkehrsnetz. Sie fungiert als Anschlussstelle zum touristischen Radwegenetz „Parthe-Mulde-Route“. Zudem gilt auch das Argument der Wirtschaftsförderung: An der Straße befinden sich 23 Firmen mit ca. 180 Beschäftigten.

Ein besonderer Bestandteil des Vorhabens ist eine seltene Form des Kreisverkehres, eine sogenannte „Niere“. Diese soll zukünftig die Kreuzung Straße des Friedens und August-Bebel-Straße ersetzen. „Vor allem wollen wir den Verkehr fließen lassen und weg von der klassischen Ampelkreuzung – das ist ein riesiger Fortschritt“, so der Oberbürgermeister. Mit der Form soll der verfügbare Platz ausgenutzt und sogar eine günstigere Anbindung der „Roten Schule“ erreicht werden.

Insgesamt wird die Straße auf einer Baulänge von ca. 1,4 Kilometer und einer Straßenbreite von sechs Metern komplett erneuert. Des weiteren soll ein gemeinsamer Geh- und Radweg auf der rechten Seite stadteinwärts und die Komplettierung der Straßenbeleuchtung im Rahmen der Baumaßnahme hergestellt werden. Im Auftrag der Kommunalen Wasserwerke Grimma - Geithain GmbH werden gleichzeitig Schmutz-, Regenwasser- sowie Trinkwasserleitungen verlegt. Nach aktuellem Stand wird in Abhängigkeit von der Wetterlage mit einer Bauzeit von ca. 18 Monaten gerechnet.

 

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