Jedes Jahr unterstützt die Stadt Grimma mit 10.000 Euro, ansässige Vereine aus dem Erbe der Johanna Schmidt. Für das Jahr 2010 gingen bei der Stadtverwaltung 22 Anträge mit einem Gesamtfördervolumen von 29.000 Euro ein. Der Beirat für Jugend, Kultur und Sport bestätigte alle Fördermittelanträge.

Mit dem Erbe Schmidt können wir etwas bewegen“, ist sich Amtsleiterin Jana Kutscher sicher. „Besonders die Förderung des Nachwuchssportes in der Stadt liegt uns am Herzen, eine klares Kriterium bei der Auswahl.“

 

 Die höchste Dotierung erhielt der Volleyballverein Grimma e.V. für die herausragende Nachwuchsförderung. Eng gefolgt von der Radsportgemeinschaft Muldental e.V., dem TSV Einheit Grimma e.V. und dem Eissportverein Grimma e.V. für die Finanzierung qualitativ hochwertiger Veranstaltungen. Für die Ausgestaltung der Deutschen Juniorenmeisterschaften im Beachvolleyball gab es erstmalig auch für die Muldentaler Beachvolleyballvereinsmitglieder einen Zuschuss. Mit der Subvention kann der Augustinerverein weiterhin das praxisorientierte Schulgeschichtsprojekt „Mittelbau Dora“ fördern. Erstmalig erhielten auch Volleyballer des Hohnstädter Sportvereines eine Finanzspritze. Die Mittel aus dem Erbe leisten auch einen Finanzierungsanteil für die Teilnahme an Meisterschaftswettkämpfen des Kraftsportvereines, der Tänzer des TC Blau-Gelb, der Grimmaer Judokas, des Schwimmerteams, des Fußballclubs Grimma und des Boxsportes. Zudem fließen Mittel in die Projekte 24-Stunden-Baskettball gegen rechte Gewalt, in das Schultheaterfestival im Göschenhausgarten und in diverse Aktionen des Mehrgenerationenwohnhauses PH9.

Jährlich bis zum 30. November besteht für Grimmaer Vereine, Institutionen aber auch für Einzelpersonen die Abgabemöglichkeit für die Projektförderungsanträge in den Bereichen Jugend, Kultur und Sport.

Stadt als Alleinerbin bestimmt

Doris Olga Johanna Schmidt (geb. Kegel) wurde 1911 in Grimma geboren. 1994 verstarb sie in Goslar. Ihren einzigen Sohn verlor sie früh. Nur nach weinigen Ehejahren trennte sie sich von ihrem Mann. Im Testament bestimmte die ehemalige Sport- und Handarbeitslehrerin ihre Geburtstadt als Alleinerbin. Der Nachlass setzt sich vor allem aus einer Eigentumswohnung, Bargeld und einer größeren Menge Schmuck zusammen. Seit 1998 besteht die Satzung zur Richtlinie über die Verwendung der Mittel aus dem „Erbe Johanna Schmidt“ zur Förderung der Jugend, der Kultur und des Sportes in Grimma.