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Wahltag im Muldental PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Th. Braun   
Mittwoch, den 11. Juni 2008 um 14:13 Uhr

Am 8. Juni waren die Wählerinnen und Wähler zur Wahl der Kreistage, Landräte und in vielen Orten auch der Bürgermeister aufgerufen. Da wir als Wahlhelfer in einer Nachbargemeinde eingesetzt waren, hatten wir die Möglichkeit einmal hinter die Kulissen solch einer Wahl zu schauen. Hochinteressant!

Den Einblick möchte ich gerne mit Ihnen teilen:
Einige Tage vor dem eigentlichen Wahltag wurden alle Verantwortlichen und Helfer zu einer zentralen Informationsveranstaltung geladen. Hier wurde der Ablauf geschildert, auf verschiedene Dinge hingewiesen und das "Wahlkoordantionsteam" vorgestellt. Natürlich konnte man auch Fragen stellen, die dann allesamt sehr freundlich und fachkundig beantwortet wurden.

Am Sonntagmorgen ging es dann los. Wir waren zur Frühschicht eingeteilt. Treffpunkt 7:30 Uhr vor dem Wahllokal. Blieben 30 Minuten für die Vorbereitung. Das reichte aber völlig aus. Wir waren zu viert. Der Wahlvorstand (ich bitte um Nachsicht, es war ein Frau, aber Wahlvorständin hört sich nicht soo toll an...), eine Schriftführerin und wir beiden Helfer. Zum Glück waren die beiden anderen "alte Wahlhasen", so dass wir Novizen uns in allen Fragen vertrauensvoll an sie wenden konnten.

Pünktlich um 8:00 Uhr haben wir das Wahllokal eröffnet. Die ersten Wähler standen schon vor der Tür. Sie kennen den Ablauf sicher von der anderen Seite. Ich hatte die Aufgabe, die Daten des vor mir stehenden Wählers mit dem Wählerverzeichnis abzugleichen und verschiedene Dinge zu prüfen. Meine Nachbarin hat ihm oder ihr dann die Wahlzettel ausgehändigt. Deren Nachbarin hat das Ganze entsprechend protokolliert. Nachdem der Wähler seine (oder die Wäherin ihre) Wahl getroffen hatte, wurden die Wahlzettel in die Urne gegeben. Direkt an der Urne saß die vierte Person des Wahlteams und hat ebenfalls protokolliert.

Ganz wesentlich bei den Protokollierungsvorgängen war die korrekte Zählung der Personen, die gewählt haben. Deren Zahl musste nämlich in regelmäßigen Abständen an die Wahlzentrale gemeldet werden, damit dort ein laufender Eindruck von der Wahlbeteilung gewonnen werden konnte. Wir haben die Korrektheit unserer Zählungen ständig geprüft, indem wir unsere drei Ergebnisse (das aus "meinem" Wählerverzeichnis und die der beiden Protokolllisten) miteinander verglichen haben. So konnten wir stets sicher sein, ständig aktuelle und korrekte Zahlen liefern zu können.

Erwähnenswert ist vielleicht noch der Besuch eines beliebten Bürgermeisters, der an diesem Vormittag bei uns ebenfalls - ganz ungewohnt im Freizeitlook - seine Stimme abgegeben hat.

So verging der Vormittag im Eiltempo. Es kam keinerlei Langeweile auf, obwohl die Wahlbeteiligung (in unserem Wahlbezirk) nur bei rd. 60 % lag. Pünktlich um 12.30 Uhr kam die Ablösung, die dann den Nachmittag des Wahltages bestritt. Der Ablauf war der gleiche, wie der am Vormittag.

Wir selber haben unseren freien Nachmittag dann genutzt um a) selber wählen zu gehen und b) mit dam Rad das schöne Wetter im wunderbaren Muldental und an seinen herrlichen Seen zu genießen. >>Ende des Werbeblocks :o)

Kurz vor 18:00 Uhr trafen wir dann wieder in "unserem" Wahlbüro ein. Pünktlich um achtzehn Uhr haben wir das Wahlbüro geschlossen. Nun ging's ans Zählen. Die vielen kleinen Tische wurden zu einem großen Tisch zusammengeschoben und darauf die Urnen entleert. Den Zählvorgang selber erspare ich Ihnen an dieser Stelle. Stellen Sie sich das einfach so vor, als wenn Sie ein Berg von bunten Geldscheinen zu sortieren und zählen hätten.

Zwischendurch, waren immer wieder Zwischenstandsmeldungen an die Wahlzentrale erforderlich, damit zeitnah über die Entwicklung der Ergebnisse berichtet werden konnte. Die ganze Zählerei dauerte bei uns rd. zweieinhalb Stunden. Inklusive aller erforderlichen Gegenprüfungen, so dass wir am Ende auch sehr sicher sein konnten, dass unsere Zahlen stimmten.

Die Wahlscheine wurden dann noch ordnungsgemäß verpackt und versiegelt, die Formblätter ausgefüllt und der Wahlraum wieder aufgeräumt. So endete ein für uns hochinteressanter Tag, der seine Wiederholung am 22. Juni finden wird, wenn die erforderliche Nachwahl stattfindet.

Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn noch viel mehr Wählerinnen und Wähler an diesem Tage kommen, um ihre Stimme abzugeben. Die Menschen, die hinter den Tischen sitzen, freuen sich jedenfalls sehr auf Ihren Besuch.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 11. Juni 2008 um 14:13 Uhr
 

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